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Kleinlokomotive der Leistungsgruppe III (Lg III) Köf IIINachdem sich die Kleinlokomotiven der Leistungsgruppen I und II (Lg I, Lg II) bereits bestens bewährt hatten, dachte die Deutsche Bundesbahn Mitte der fünfziger Jahre bereits über die Nachfolge in Form von weiteren Kleinlok-Beschaffungen nach. Da die Konstruktion der Einheitslokomotiven der Lg II bereits technisch überholt war, kam nur die Entwicklung eines neuen Lok-Typs in Frage, der in größerem Umfang beschafft werden sollte. So beauftragte die BZA-München die Firma Gmeinder & Co aus Baden, welche bereits beim Bau der Kleinloks Lg I und Lg II Erfahrungen im Kleinlokbau sammeln konnte, mit der Konstruktion der Köf III.
Wie schon bei den Kleinloks der Leistungsgruppen I und II griff die Firma
Gmeinder beim Fahrzeugteil auf einen Rahmen mit rückwärts angeordnetem
Führerhaus zurück. Der Rahmen mit einer Stärke von 30 mm setzte sich aus
kastenförmig zusammengeschweißten Blechträgern mit quer eingeschweißten
Verbindungsblechen zusammen, die für die nötige Steifigkeit der
Konstruktion sorgten. Die Pufferbohlen waren tauschbar an den vorgebauten
Bohlenträgern befestigt. Das Antriebskonzept über Ketten wurde von den Loks der Leistungsgruppen I und II übernommen. Dabei liefen die vom Dieselmotor angetriebenen Hochleistungsrollenketten über die drehelastische Kupplung, eine Gelenkwelle, das hydraulische Getriebe und Wendegetriebe schließlich zu den symmetrisch zum Wendegetriebe angeordneten Radsätzen, die schließlich über einseitig befestigte Kettenräder in Bewegung versetzt wurden. Im Vorbau der Kleinlokomotive befanden sich Stirnkühler, Dieselmotor mit durch Keilriemen angetriebenem Kühlerlüfter, Kraftstoff-, Schmieröl und Luftfilter, Getriebeöl- und Schmierölwärmetauscher, das Getriebe mit Wendegetriebe, der Luftpresser, die Lichtmaschine, die Motor-Kühlwasserpumpe und die Auspuffleitung. Die Batterie befand sich außerhalb des Vorbaus in einem links vom Rahmen befestigten Batteriekasten. Auf der gegenüberliegenden Seite des Rahmens befand sich ein weiterer Kasten, in dem das Vorwärmgerät mit Heizölbehälter untergebracht waren. Beiderseits unterhalb des Führerhauses waren die beiden Hauptluftbehälter angebracht. Während die Kraftstoffbehälter in einem Hohlraum des Rahmens Platz fand, war der Ausgleichsbehälter der Kühlanlage unter dem Dach des Führerhauses angeordnet. Bei der Motorisierung wurden die neun Vorserien-Lokomotiven mit zwei
unterschiedlichen Motor-Varianten versehen. Während drei Lokomotiven der
Baureihe 10 (Köf 10 001-003) für eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h
ausgelegt waren, erreichten die restlichen als Baureihe 11 bezeichneten
Lokomotiven eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Als Antriebsmotoren
fanden wahlweise der MWM-Motor RHS 518 A der Motorenwerke Mannheim mit 240
PS (Köf 10 001-002, Köf 11 001) und der Kaelble-Motor Go 135 A mit 232 PS
(alle restlichen Lokomotiven) Verwendung. Beide wurden mit einem Anlasser
der Firma Bosch angelassen. Die Loks besaßen hydraulische Getriebe der
Bauarten L 33y Ub und L 213 von Voith. Am Führertisch rechts war senkrecht
ein Steuerhandrad angeordnet, mit dem das Getriebefüllventil und die
Motorfüllung über ein mechanisches Gestänge betätigt wurden. Das
Aufschalten des Dieselmotors ohne Getriebefüllung wurde durch eine
mechanische Getriebesperre am Führertisch ermöglicht. Die Bremsanlage der Köf III setzte sich aus einer selbsttätigen Druckluftbremse der Bauart Knorr "K" mit Einfachsteuerventil Gr 14, einer Zusatzbremseinrichtung und einer Handbremse zusammen. Die Druckluftbremse konnte durch ein Führerbremsventil St 125/l, die Zusatzbremse durch ein Führerbremsventil Zb bedient werden, welche beide im Führerraum an den Seitenwänden angeordnet waren, so dass die Bremse von beiden Seiten aus bedient werden konnte. Die beiden 150 l fassenden Hauptluftbehälter unterhalb des Führerhauses speicherten die vom Luftpresser erzeugte Druckluft. Beim Bremsvorgang wirkte die Druckluft auf beiderseits im Rahmen zwischen den Rädern angeordnete Bremszylinder, deren Kolben das Bremsgestänge unabhängig voneinander betätigten, so dass die Bremsklötze einseitig auf die Radsätze wirkten. Zur Beleuchtungsanlage der Kleinloks gehörten nicht nur die Signalleuchten, sondern auch die Leuchten Im Führerraum sowie im Vorbau. Das Zugschlusssignal wurde lediglich durch rote Klappschalen in den Signalleuchten dargestellt. Im Jahr 1962 gingen die Kleinlokomotiven Lg III (Baureihe 11) in Serie. Der
Dieselmotor der Motorenwerke Mannheim hatte sich im Vergleich zum Kaelble-
Motor durchgesetzt, ebenso das Voith-Getriebe L 213 U. Neben der Firma
Gmeinder & Co bauten nun auch Jung und O&K Lokomotiven dieser Bauart und
lieferten bis zum Jahr 1966 genau 317 Exemplare aus.
Kenndaten der Kleinlokomotive Lg III:
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