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Die V 65Nachdem die Bundesbahn mit der ab 1955 beschafften Rangierlokomotive mit Stangenantrieb – Baureihe V 60 – sehr gute Erfahrungen gemacht hatte, sollte auch eine auf der V 60 basierende Maschine für den Streckendienst beschafft werden. Obwohl der Stangenantrieb gegenüber der V 80 und V 200 ein Rückschritt war,
überzeugte die V 60 durch Zuverlässigkeit, Robustheit und auch Ausgereiftheit des Stangenantriebs. Den Zuschlag für die Lieferung erhielt die Maschinenbau Kiel AG (MaK). Mit der V 65 001, vormals DB 265 001 und Lok D 02 der Meppen-Haselünner Eisenbahn, haben die Eisenbahnfreunde Osnabrück ein schönes, gepflegtes Stück Stangendiesellokgeschichte in Gewahrsam. Im Gegensatz zur DB, die nur 15 Loks der MaK Reihe 650D betrieb und der stangenlosen V 100 den Vorzug gab, schworen zahlreiche Privatbahnen auf den Vierkuppler mit langsamlaufendem Schiffsdiesel. Auf der Rückfahrt vom Eisenbahnfest in Altenbeken nach Osnabrück am 13.7.03 stängelte V 65 001 bei Erpentrup daher. Die DB erhielt im Jahr 1956 insgesamt 15 Exemplare für leichte Reisezüge und mittelschwere Rangieraufgaben. Diese Loks wurden – eingereiht als V 65 001 bis 015 – zuerst im BW Marburg/Lahn eingesetzt und lösten dort die Dampfloks der Baureihen 86 und 93 ab. Letztendlich blieb es bei den 15 Exemplaren der V 65. Nicht immer reichte die Leistung von 650 PS für die vorgesehenen Einsatzgebiete aus und mittlerweile war auch die V 100 fertig entwickelt worden, die mit anfangs 1.100 PS nahezu doppelt so stark war und durch ihre Drehgestellkonstruktion auch die besseren Laufeigenschaften gegenüber dem Stangenantrieb besaß. Für den Rangierbetrieb war bei der DB die Entscheidung zu Gunsten der V 60 gefallen. Die V 65 wurde ab Anfang 1962 zum Bw Hamburg-Altona umbeheimatet, wo sie unter anderem aufgrund ihrer guten Kurvengängigkeit auf der Hafenbahn eingesetzt wurde.
Technische Daten:
Michael Neuhauss |
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